BAuA: Zeitarbeit im Wandel: Mehr Zufriedenheit, veränderte Belastungen

19 Feb.

Auswertungen der BIBB/BAuA-Erwerbstätigenbefragungen zeigen positive Entwicklungen in der Zeitarbeitsbranche.

Beschäftigte in der Zeitarbeit sind überwiegend in der Industrie tätig (40 Prozent). Dort sind körperlich anspruchsvolle Tätigkeiten und belastende Umgebungsfaktoren verbreitet. Neben körperlichen Anforderungen gewinnen psychosoziale Belastungen mehr an Bedeutung. Das zeigen Auswertungen der BIBB/BAuA-Erwerbstätigenbefragungen aus den Jahren 2012, 2018 und 2024. Hierzu zählt etwa das gleichzeitige Betreuen mehrerer Aufgaben (36 Prozent in 2012; 51 Prozent in 2024). Weitere Fakten hat die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) in einem Bericht zusammengefasst.

Gleichzeitig zeigen sich positive Entwicklungen in der Zeitarbeit: Monotonie, z. B. durch sich ständig wiederholende Arbeitsvorgänge, und das häufig sehr schnelle Arbeiten wird von Zeitarbeitenden seltener angegeben. Zudem berichten sie häufiger von größeren Handlungsspielräumen und mehr sozialer Unterstützung durch Vorgesetzte und Kolleginnen und Kollegen. Auch die Arbeitszufriedenheit ist im Vergleich zu früheren Befragungen in 2024 deutlich gestiegen. Besonders stark nahm, neben der Zufriedenheit mit Art und Inhalt der Tätigkeit, die Zufriedenheit mit dem Einkommen zu. Diese stieg von 41 Prozent im Jahr 2012 auf 74 Prozent im Jahr 2024, was auf gute tarifliche Anpassungen und kontinuierlich steigende Mindestlöhne hindeutet. Über die Jahre lässt sich also eine positive Veränderung bestimmter Arbeitsbedingungen und der Arbeitszufriedenheit erkennen.

Das Faktenblatt Zeitarbeit im Wandel – positive Veränderungen in der Zeitarbeitsbranche kann auf der Internetseite der BAuA heruntergeladen werden.

Quelle