BME vergibt Nachhaltigkeits-Zertifikat

19 Nov

Der Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik e.V. (BME) hat sein neues Zertifizierungssystem „Nachhaltige Beschaffungsorganisation“ auf dem 54. Symposium Einkauf und Logistik der Öffentlichkeit vorgestellt. „Damit wollen wir sowohl unsere Mitglieder als auch alle anderen interessierten Unternehmen bei ihren Bemühungen um eine nachhaltige Beschaffung in ihren Einkaufsabteilungen und damit in ihren Lieferketten unterstützen“, teilte Mirjam Zeller, Geschäftsführerin der BME Marketing GmbH, am Donnerstag in Berlin mit.

In Anlehnung an die ISO High-Level-Structure für ganzheitliche Managementsysteme wurde ein 3-Stufen Ansatz entwickelt: Level 1 wird durch eine Selbstanalyse zum jetzigen Stand und die Unterzeichnung einer Selbstverpflichtung, die neun Mindestkriterien umfasst, nachgewiesen. Diese müssen innerhalb eines Jahres umgesetzt werden und befähigen nach Prüfung durch den BME zu Level 2. Damit wird die strategische Planungsphase abgeschlossen und die Realisierung der nachhaltigen Beschaffung eingeleitet. Nach erfolgreicher Auditierung der nachhaltigen Einkaufspraxis wird Level 3 erteilt. Zertifiziert wird die Beschaffungsorganisation eines Unternehmens bzw. einer öffentlich-rechtlichen Institution – unabhängig von deren Größe.

Grundlage der Zertifizierung ist, unabhängig vom erreichten Level, die Einhaltung von neun Mindestkriterien. Dazu zählen unter anderem das Erstellen eines Supplier Code of Conducts (oder die Nutzung des BME-Code-of-Conducts), die Entwicklung einer nachhaltigen Beschaffungsstrategie und das Benennen eines Nachhaltigkeitsverantwortlichen für den Einkauf sowie die Beteiligung an einer jährlichen BME-Erhebung zu definierten KPIs für eine regelmäßige Benchmark-Analyse.

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