Neues Bewertungssystem für Pflegeeinrichtungen

3 Dez

Ein wissenschaftliches Gutachten hat Empfehlungen für ein neues Bewertungssystem vorgelegt, das die Qualität der Pflegeeinrichtungen realistischer erfassen soll. Es beschreibt Grundzüge eines Prüfverfahrens, in dem der „Blick auf die tatsächliche Lebens- und Versorgungssituation“ Vorrang vor der Beurteilung von Aufzeichnungen hat. In Auftrag gegeben hat es der gemeinsame „Qualitätsausschuss“ von Pflegekassen und Leistungserbringern wie Heimen und Pflegediensten.

Bei den bisherigen Heimbewertungen erzielten im Oktober Pflegeheime eine bundesweite Durchschnittsnote von 1,2. Die Noten variierten zwischen 1,1 und 1,4. Künftig soll die Prüfung durch den MDK sich ein Bild einer Stichprobe von bis zu neun Bewohnern machen. An erster Stelle steht, ob die Bewohner den Bedürfnissen entsprechend Unterstützung erhalten. Anstelle der Pflegenoten schlagen die Wissenschaftler ein Bewertungssystem mit vier Kategorien vor, die mit quadratischen Kästchen symbolisiert werden: „Keine oder geringe Qualitätsdefizite“, „moderate Qualitätsdefizite“, „erhebliche Qualitätsdefizite“, „schwerwiegende Qualitätsdefizite“.

Auf Basis des Gutachtens wird im Qualitätsausschuss bis März ein neues Beurteilungssystem entwickelt. Es soll im Herbst 2019 starten.

Quelle: AOK