idw: Ausländische Fachkräfte – unverzichtbar für das deutsche Gesundheitswesen

30 Jan.

Der Fachkräftemangel im deutschen Gesundheitswesen bleibt eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Eine aktuelle Analyse des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) zeigt jedoch, wie entscheidend ausländische Fachkräfte zur Stabilisierung des Systems beitragen.

Die Zahl der sozialversicherungspflichtig beschäftigten ausländischen Fachkräfte in medizinischen Gesundheitsberufen hat sich zwischen 2015 und 2025 auf über 526.000 mehr als verdreifacht. Besonders in der Gesundheits- und Krankenpflege, im Rettungsdienst und in der Geburtshilfe sind sie unverzichtbar: Rund 205.000 Beschäftigte aus dem Ausland waren im März 2025 in der Gesundheits- und Krankenpflege, dem Rettungsdienst und der Geburtshilfe tätig. In der Altenpflege stammt mittlerweile fast ein Viertel der Beschäftigten aus dem Ausland.

Trotz dieser positiven Entwicklung bleibt die Fachkräftelücke enorm: Allein 2024 konnten im Gesundheitswesen über 46.000 Stellen nicht besetzt werden. Um diese Lücke zu schließen, fordert das IW eine verstärkte Anwerbung und Ausbildung von Fachkräften aus dem Ausland sowie eine Vereinfachung der Anerkennung beruflicher Qualifikationen. Gleichzeitig betont das Institut die Notwendigkeit, ein willkommen heißendes Umfeld für Zuwanderer zu schaffen – eine Aufgabe für Politik, Unternehmen und Gesellschaft.

Die vollständige Analyse des IW finden Sie hier