BSI: Cybersicherheitsmonitor 2026 – Onlinebetrug und KI

14 Apr.

Fast die Hälfte der Internetnutzerinnen und -nutzer in Deutschland fühlt sich zwar in der Lage, KI-generierte Inhalte zu erkennen. Tatsächlich schaut jedoch kaum jemand genauer hin: Nur eine Minderheit hat schon einmal etwa nach Unstimmigkeiten im Bild gesucht oder die Quelle überprüft (28 Prozent bzw. 19 Prozent). Der Cybersicherheitsmonitor des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und des Programms Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes (ProPK) zeigt, wie hoch das Risiko ist, Opfer digitaler Betrugsmaschen zu werden.

Im Cybersicherheitsmonitor hat rund ein Drittel der Befragten noch keine einzige der gängigen Maßnahmen zur Erkennung von KI-generierten Inhalten ergriffen (32 Prozent). Immerhin: 40 Prozent haben schon einmal überlegt, ob eine dargestellte Szene realistisch ist. Nur 28 Prozent haben nach Unstimmigkeiten, etwa fehlerhaften Schatten oder Gliedmaßen, gesucht. 19 Prozent haben zudem die Seriosität der jeweiligen Quelle recherchiert.

Auch das Wissen rund um mögliche Betrugsszenarien ist gering: Nur 38 Prozent halten es für möglich, dass Cyberkriminelle zum Beispiel ein KI-Programm manipulieren, damit dieses sensible Daten weitergibt. Auch dass Kriminelle unsichtbare Anweisungen für KI-Systeme in Dokumente einfügen, halten nur 40 Prozent für denkbar. Tatsächlich sind beide Szenarien technisch möglich.

Verbraucherinnen und Verbraucher finden beim BSI eine Checkliste mit Erkennungszeichen KI-generierter Bilder. Informationen rund um Online-Anlagebetrug stellt das ProPK bereit. Die Kooperationspartner bieten auch eine gemeinsame Checkliste für den Ernstfall: Betrug beim Onlinebanking.

Auf den Websites von BSI und ProPK finden sich außerdem der Studienbericht zum Fokusthema „Online-Betrug & Künstliche Intelligenz“ des Cybersicherheitsmonitors 2026 sowie die Ergebnispräsentation. Am 11. Mai 2026 folgt die Veröffentlichung der Ergebnisse der Hauptbefragung, die sich mit der Betroffenheit und dem Schutzverhalten der Bevölkerung beschäftigt. Der Cybersicherheitsmonitor ist ein bereits seit 2019 bestehendes Kooperationsprojekt von BSI und ProPK.

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