Frankreich forciert digitale Souveränität in der Verwaltung mit Linux

10 Apr.

Frankreich treibt den Abbau von nicht europäischen IT-Abhängigkeiten in der öffentlichen Verwaltung deutlich voran. Auf einem interministeriellen Seminar unter Leitung der Digitaldirektion DINUM wurde das Ziel verkündet, zentrale digitale Infrastrukturen und Werkzeuge schrittweise auf souveräne, interoperable und möglichst europäische Lösungen umzustellen.

Zu den angekündigten Maßnahmen zählen u. A. der Ausstieg aus Windows zugunsten von Linux-Arbeitsplätzen, die Migration von 80.000 Beschäftigten der Krankenversicherung auf Kollaborationswerkzeuge wie Tchap, Visio und FranceTransfert sowie die geplante Verlagerung der Gesundheitsdatenplattform auf eine vertrauenswürdige Lösung bis Ende 2026.

Bis Herbst 2026 sollen alle Ministerien eigene Aktionspläne vorlegen – unter anderem für Arbeitsplätze, Kollaborationstools, Antivirenlösungen, KI, Datenbanken, Virtualisierung und Netzwerktechnik. Für Qualitätsmanagement, Informationssicherheitsmanagement und Datenschutz ist das ein starkes Signal: Digitale Souveränität, Interoperabilität und kontrollierbare Lieferketten werden zunehmend zu strategischen Anforderungen im öffentlichen Sektor.

Quelle