Healthcare Metaverse kann Gesundheitswesen revolutionieren

10 Okt

Digitale Arztbesuche vom Bett aus oder mal eben den Sauerstoffgehalt im Blut mittels eines Wearables checken – das ist schon lange keine Science Fiction mehr. Vor allem durch die Corona-Krise wurde die Digitalisierung vorangetrieben und immer mehr Menschen nutzen inzwischen smarte Apps zur Gesundheitsoptimierung und Angebote aus der Telemedizin. Doch Datenschutzfragen verhindern den Sprung ins Healthcare Metaverse, wie die BearingPoint-Umfrage zeigt.

Healthcare Metaverse kann Gesundheitswesen revolutionieren – Datenschutz noch größtes Hindernis

Das Metaverse – eine digitale Welt, die in erster Linie über Virtual- und Augmented Reality funktioniert – ist auch im Gesundheitssektor anwendbar. Durch die Nutzung digitaler Gesundheitsdaten auf intelligenten Plattformen können in einem Healthcare Metaverse durch die Anwendung von Virtual Reality (VR), Augmented Reality (AR) und Künstlicher Intelligenz (KI) zukünftig Diagnosen, Behandlungs- und Therapiemethoden optimiert werden. Doch 80 Prozent der Verbraucher:innen haben noch nie vom Healthcare Metaverse gehört, bei der Altersgruppe der über 55-Jährigen sogar 94 Prozent, und 44 Prozent aller Befragten äußern große Sorge mit Blick auf die Sicherheit ihrer Gesundheitsdaten.

Dazu Stefan Savu, Partner Life Sciences and Chemicals bei BearingPoint:

„Innovative Technologien wie Virtual Reality und Augmented Reality werden bereits im Gesundheitssektor erfolgreich genutzt. Doch für viele Menschen ist das noch Neuland. Wie unsere Umfrage zeigt, kann sich die überwiegende Mehrheit kaum etwas darunter vorstellen und sorgt sich vor allem um die Sicherheit der eigenen Gesundheitsdaten. Das zeigt ganz klar: Es braucht groß angelegte Informationskampagnen, was ein Healthcare Metaverse ist und was es für uns leisten kann. Ganz wichtig ist es, die Sorgen der Menschen ernst zu nehmen und offene Datenschutzfragen zu klären. Hier ist vor allem die Politik gefordert. Viele Menschen würden ihre Gesundheitsdaten bereits heute ihrem Arzt des Vertrauens bereitstellen. Doch nur unter der Bedingung, dass vollkommende Datensicherheit jederzeit gewährleistet ist. Ein wichtiger Schritt könnte in diesem Zusammenhang die Schaffung einer neutralen Institution sein, die die Datensicherheit im Healthcare Metaverse gewährleistet und überwacht.“

Fast die Hälfte aller Befragten sieht Risiken bei der Überwachung von Gesundheitsdaten

Als meist genanntes Risiko hinsichtlich Healthcare Metaverse nennen Befragte den Zugriff Unbefugter auf die eigenen Gesundheitsdaten – fast die Hälfte nennt dies als Befürchtung. Auch die Sorge von negativen Konsequenzen durch die Bereitstellung der eigenen Gesundheitsdaten – wie beispielsweise die Erhöhung von Krankenkassenbeiträgen oder Diskriminierung durch den Arbeitgeber – gaben ein Drittel der Befragten als Sorge an. Und 34 Prozent sind der Meinung, dass die Erhebung der Gesundheitsdaten nicht akkurat genug ist und daher den eigenen Gesundheitszustand verfälsche.

Zwei Drittel würden Ärzten die Gesundheitsdaten zur Verfügung stellen – Datensicherheit vorausgesetzt

Ganze 67 Prozent würden ihrem Arzt oder ihrer Ärztin die eigenen Gesundheitsdaten zur Verfügung stellen. Darüber hinaus wäre die Hälfte der Befragten bereit, ihre Daten dem Krankenhaus zur Verfügung zu stellen, 39 Prozent der Krankenkasse und 29 Prozent können sich vorstellen, ihre Daten für Studien an medizinische Forschungseinrichtungen zu übermitteln. Immerhin noch 13 Prozent würden Pharmaunternehmen ihre Daten übermitteln. Dies jeweils nur unter der Bedingung, dass die vollkommende Datensicherheit stets gewährleistet ist. Jeder Zehnte möchte seine Gesundheitsdaten niemandem zur Verfügung stellen.

Bildquelle: BearingPoint

Über die Umfrage

Die verwendeten Daten beruhen auf einer Online-Umfrage von YouGov Deutschland im Auftrag von BearingPoint, an der zwischen dem 9. bis 11. August 2022 insgesamt 2053 Personen in Deutschland teilgenommen haben. Die Ergebnisse wurden gewichtet und sind repräsentativ für die Bevölkerung ab 18 Jahren.

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