Das Bundesgesundheitsministerium (BMG) plant, noch im ersten Halbjahr 2026 einen Referentenentwurf für ein neues Digitalgesetz vorzulegen. Der Bundesverband Medizintechnologie (BVMed) sieht dies als eine zentrale Chance, um die Nutzung von Gesundheitsdaten in Deutschland entscheidend voranzubringen – insbesondere durch eine bessere Einbindung datengenerierender Medizinprodukte in die elektronische Patientenakte (ePA). weiterlesen
Category Archives: QM im Gesundheitswesen
idw: Ausländische Fachkräfte – unverzichtbar für das deutsche Gesundheitswesen
Der Fachkräftemangel im deutschen Gesundheitswesen bleibt eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Eine aktuelle Analyse des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) zeigt jedoch, wie entscheidend ausländische Fachkräfte zur Stabilisierung des Systems beitragen. weiterlesen
Neue BAuA-Empfehlungen: Leitfaden für die Entwicklung und Implementierung von KI-unterstützten Medizinprodukten im Gesundheitswesen
Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) hat einen Leitfaden zur kollaborativen Entwicklung und Einführung von KI-unterstützten Medizinprodukten in Krankenhäusern veröffentlicht. Der Bericht mit dem Titel „Entwicklung und Implementierung von Künstlicher Intelligenz in Krankenhäusern“ bietet Handlungsempfehlungen, um die Digitalisierung im Gesundheitswesen voranzutreiben und gleichzeitig die Sicherheit, Akzeptanz und Effizienz von KI-Systemen zu gewährleisten. weiterlesen
BVMed: Cloud-Einsatz im Gesundheitswesen – neues Infoblatt
Cloud-Lösungen können im Gesundheitswesen spürbare Mehrwerte schaffen, darauf hat die Bundesregierung in einer aktuellen Antwort auf eine Kleine Anfrage hingewiesen. Mit dem Paragrafen 393 SGB V („Cloud-Einsatz im Gesundheitswesen“) werden verbindliche Mindeststandards zur Cybersicherheit für die Nutzung von Cloud-Computing-Diensten im Gesundheitswesen eingeführt. weiterlesen
BfDI startet Sandbox „ReguLab“: Mehr Klarheit beim Datenschutz
Zum Jahresbeginn 2026 tritt das neue „ReguLab“ der Bundesbeauftragten für den Datenschutz und die Informationsfreiheit (BfDI) in den Austausch mit potenziellen Teilnehmerinnen und Teilnehmern. weiterlesen
BSI: NIS-2-Registrierung: BSI-Portal ab sofort freigeschaltet
Für rund 29.500 Unternehmen in Deutschland und Institutionen der Bundesverwaltung gelten seit Inkrafttreten des NIS-2-Umsetzungsgesetzes neue gesetzliche Pflichten in der IT-Sicherheit. Sie müssen sich unter anderem als NIS-2-Einrichtungen registrieren und dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) erhebliche Sicherheitsvorfälle melden. weiterlesen
Deutsches Ärzteblatt veröffentlicht Umfrage zu Gewalt gegen Ärztinnen und Ärzte
Das Deutsche Ärzteblatt hat eine Umfrage zu Gewalterfahrungen von Ärztinnen und Ärzten veröffentlicht. Laut den Ergebnissen haben zwei Drittel der Befragten (66 Prozent) bereits Gewalt im beruflichen Umfeld erlebt. Zudem gaben 56 Prozent an, dass die Gewalt in ihrem Berufsalltag zugenommen hat. weiterlesen
Willkommen im Jahr 2026: Die wichtigsten Entwicklungen zu ISO 9001 und ISO 19011 im Überblick
Das Jahr 2026 wird ein bedeutendes Jahr für Managementsysteme! Mit den geplanten Revisionen der ISO 9001 und ISO 19011 stehen wichtige Neuerungen bevor, die die Arbeit von Managementsystembeauftragten nachhaltig beeinflussen werden. weiterlesen
TÜV Verband: Berufliche Weiterbildung strategisch gestalten – TÜV-Leitfaden hilft
Mit dem neuen Leitfaden „Weiterbildung in Zeiten der Transformation“ unterstützt der TÜV-Verband Unternehmen dabei, die betriebliche Weiterbildung strategisch auszurichten. Im Mittelpunkt stehen Qualifizierungswege für Zukunftskompetenzen, insbesondere im Bereich Künstliche Intelligenz (KI), die in einer zunehmend digitalisierten Arbeitswelt an Bedeutung gewinnen. weiterlesen
Neues BSI-Whitepaper zur E-Mail-Sicherheit von Webmail-Diensten
Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat in einer aktuellen Pressemitteilung ein neues Whitepaper zur E-Mail-Sicherheit von Webmail-Diensten vorgestellt. Das Whitepaper beleuchtet die aktuellen Herausforderungen und Bedrohungen im Bereich der E-Mail-Kommunikation und gibt praxisnahe Empfehlungen, wie Unternehmen ihre Sicherheitsmaßnahmen verbessern können. Es bietet wertvolle Impulse, um Risiken zu minimieren und gesetzliche Anforderungen zu erfüllen. weiterlesen
Neues Wiki verbindet Safety und Security
Die oft widersprüchlichen Anforderungen an Safety- und Security-Funktionen waren Anlass, im Fachbereich Sicherheit und Zuverlässigkeit des VDI den Fachausschuss Safety & Security einzurichten. Das Expertengremium aus Industrie, Forschung und sicherheitsrelevanten Organisationen war sich schnell einig: Safety und Security sind zwei Perspektiven auf ein gemeinsames Ziel – den Schutz von Menschen, Technik und Gesellschaft. Als zentrales Ergebnis seiner Arbeit präsentiert der Fachausschuss das neue VDI-Wiki Safety & Security unter www.vdi.de/safety-security. weiterlesen
DGUV: Betriebliche Weihnachtsfeier So sind Beschäftigte unfallversichert
Die Weihnachtsfeier im Betrieb ist für viele Beschäftigte ein willkommener Anlass, das Jahr gemeinsam ausklingen zu lassen. Führungskräfte können ihre Wertschätzung zeigen und den Zusammenhalt fördern. Damit alle Teilnehmenden der Feier unter dem Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung stehen, müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein. weiterlesen
DIN EN 15224: Qualitätsmanagement im Gesundheitswesen – Erfolgsfaktoren für die Implementierung
Die DIN EN 15224 ist die branchenspezifische Norm für Qualitätsmanagementsysteme im Gesundheitswesen. Sie baut auf der ISO 9001 auf, berücksichtigt jedoch die besonderen Anforderungen und Risiken, die im Gesundheitssektor eine zentrale Rolle spielen. Dabei stehen Themen wie Patientensicherheit, Behandlungsergebnisse und klientenorientiertes Handeln im Fokus. weiterlesen
Bundeswirtschaftsministerium fördert Aufbau eines europäischen KI-Sprachmodells als Basis für industrielle KI
Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie hat für das Projekt „Sovereign Open Source Foundational Models für European Intelligence“ (kurz: SOOFI) eine Förderung von rund 20 Millionen Euro bis Juli 2026 bewilligt. In dem Projekt werden die Grundlagen für ein fortschrittliches KI-Basismodell für industrielle KI-Anwendungen entwickelt – ein bedeutender Baustein, um die deutsche Industrie im KI-Technologiewettlauf zu unterstützen. SOOFI wird wichtige Akzente setzen für das angekündigte Important Project of Common European Interest für künstliche Intelligenz (IPCEI-AI). weiterlesen
Mit der Aktivrente gegen den Fachkräftemangel: Welche Chancen Unternehmen und Politik jetzt haben
Mit der geplanten Aktivrente können ältere Arbeitnehmer:innen, die das gesetzliche Rentenalter erreicht haben, ab 2026 pro Jahr 24.000 Euro steuerfrei hinzuverdienen. Durch diesen Anreiz könnte die Erwerbstätigkeit von Rentner:innen in Deutschland laut einer Befragung im Auftrag unserer Stiftung um bis zu zehn Prozent steigen – umgerechnet 33.000 zusätzliche Vollzeitstellen würden entstehen. Doch erst, wenn die Schwelle von mindestens 40.000 erreicht wird, rechnet sich die Aktivrente auch für den Staat. weiterlesen
500 Millionen Euro Förderung für Mittelstand ab jetzt vollständig digital auf der Förderzentrale Deutschland beantragen
Rund 500 Millionen Euro Fördermittel stehen im Rahmen des Zentralen Innovationsprogramms Mittelstand (ZIM) für dieses Jahr zur Verfügung – Mittel können ab jetzt auf der neuen Förderzentrale Deutschland (FZD) vollständig digital beantragt werden – barrierefrei, nutzerfreundlich und rechtssicher. Der Antragsprozess wird damit schneller und komfortabler. Damit bleibt den Unternehmen mehr Zeit, um sich auf ihre Innovationstätigkeit zu konzentrieren. ZIM, das größte Förderprogramm der Bundesregierung für kleine und mittlere Unternehmen, ist damit das erste Förderangebot seiner Art auf der FZD. Diese ermöglicht erstmals, dass mehrerer Personen innerhalb einer Organisation und externer Beteiligter an einem Antrag mitwirken können.
LDI NRW: Taxiunternehmen teilt sensible Kundendaten per WhatsApp-Gruppe – so geht es nicht!
Persönlicher geht’s kaum: Fotos von Kundeninnen und Kunden, von Personal- und Schwerbehindertenausweisen, Namen, Adressen, Überweisungen, Rezepte, Kliniknamen und Termine – all diese Daten teilte ein Taxiunternehmen aus NRW über zwei WhatsApp-Gruppen mit all seinen Fahrer*innen. Die betroffenen Kund*innen wurden nicht um Erlaubnis gefragt. weiterlesen
BÄK: Bundesverfassungsgericht stärkt Freiheit der ärztlichen Berufsausübung
Die Bundesärztekammer hat den Beschluss des Bundesverfassungsgerichts begrüßt, die Regelungen des Infektionsschutzgesetzes zur sogenannten Triage für nichtig zu erklären. weiterlesen
BVMed: Stellungnahme an das IQWiG: „Neben Fallzahlen auch Qualitätsaspekte berücksichtigen“
Um die Qualität der Krankenhausversorgung zu verbessern, fordert der Bundesverband Medizintechnologie (BVMed) neben dem Blick auf Strukturvorgaben und Mindestmengen vor allem auf konkrete Qualitätskriterien zu setzen. „Die MedTech-Branche fordert im Rahmen der Krankenhausreform konkrete Qualitätskriterien, die über reine Strukturvorgaben hinausgehen und sowohl technische, prozessuale als auch ergebnisorientierte Standards umfassen“, heißt es in der BVMed Stellungnahme an das IQWiG zu „Methoden zur Ableitung von Mindestvorhaltezahlen“. „Die Konzentration auf Mindeststrukturen greift zu kurz. Im Alltag zählen Ergebnisqualität, Innovation und Versorgungseffizienz“, betont BVMed-Krankenhausexperte Olaf Winkler.
Die MedTech-Branche akzeptiere das Struktur-Qualitätselement der Mindestvorhaltezahlen, „sofern sie sachgerecht und auf einer fundierten Bedarfsanalyse beruhen“. Eine Festlegung könne nur auf einer breiten wissenschaftlichen Basis erfolgen. Der BVMed betont dabei, das Ergebnis- und Prozessqualität nur durch MedTech gezielt gestärkt werden könne.
Die Anwendung von Mindestvorhaltezahlen sieht der BVMed in seiner Stellungname differenziert. So sei in bereits hoch spezialisierten und regulierten Leistungsgruppen eine Qualitätsverbesserung durch zusätzliche Mindestvorhaltezahlen nach Ansicht des BVMed nicht zu erwarten. Denn in Leistungsbereichen mit verbindlichen Strukturvorgaben des G-BA finde aufgrund des hohen Erfüllungsaufwands ohnehin keine „Gelegenheitsversorgung“ statt. Ein Beispiel hierzu sind Transkatheter-Aortenklappenimplantationen (TAVI). Für diese hochspezialisierte Leistung hat der G-BA keine Mindestmengen festgelegt. „Derartige Umstände sollte das IQWiG auch bei den hochspezialisierten Leistungsgruppen beachten“, so der BVMed.
In breit gefassten Leistungsgruppen – wie etwa der Allgemeinen Inneren Medizin oder der Allgemeinen Chirurgie – ist die Aussagekraft von Mindestvorhaltezahlen zur Beurteilung der Versorgungsqualität aus BVMed-Sicht deutlich eingeschränkt: „Diese Leistungsgruppen umfassen ein breites Spektrum heterogener Behandlungsfälle und Teilbereiche, die sich in ihrer Komplexität, ihrem Ressourcenbedarf und ihrer medizinischen Ausrichtung erheblich unterscheiden.“ Eine pauschale Anwendung von Mindestvorhaltezahlen auf der Ebene solcher übergeordneten Leistungsgruppen sei daher methodisch nicht sachgerecht, heißt es in der BVMed-Stellungnahme.
Die bisherigen Mindestmengenregelungen seien dann ein wirkungsvolles Instrument der Qualitätssicherung, wenn diese auf Grundlage einer angemessenen Evidenzgrundlage ermittelt wurden. Der BVMed empfiehlt daher, vorerst nur die Mindestmengenregelung des G-BA als Instrument zu nutzen.
Neue Mindestvorhaltezahlen sollten ausschließlich auf einer belastbaren evidenzbasierten Grundlage definiert werden. „Dafür ist zunächst eine ausreichende Datenbasis erforderlich. Es sollte sichergestellt sein, dass Schwellenwerte nicht auf Schätzungen oder unzureichend dokumentierten Annahmen beruhen“, so die BVMed-Forderung.
Destatis: Frauenanteil in Führungspositionen in Deutschland hat sich in den letzten 10 Jahren kaum verändert
Frauen sind in den deutschen Führungsetagen weiterhin deutlich unterrepräsentiert: Während im Jahr 2024 rund 1,32 Millionen Männer in Deutschland eine Führungsposition hatten, waren es nur 540 000 Frauen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, waren damit lediglich 29,1 % der Führungspositionen von Frauen besetzt. Dieser Wert lag deutlich unter dem Durchschnitt der Europäischen Union (EU) von 35,2 %. Den Spitzenplatz im EU-Vergleich belegte wie bereits im Vorjahr Schweden mit einem Frauenanteil von 44,4 %. Relativ hohe Quoten verzeichneten laut EU-Statistikbehörde Eurostat auch Lettland (43,4 %) und Polen (41,8 %). Das Schlusslicht bildete Zypern, wo nur 25,3 % der Führungskräfte weiblich waren. weiterlesen