Mit KI zu mehr Ressourceneffizienz

8 Jun

Nachhaltiges Wirtschaften wird immer mehr als Notwendigkeit anerkannt – auch um die Zukunftsfähigkeit des Mittelstands zu sichern. Treibende Kräfte sind die Forderungen von Kunden, Investoren und der Gesellschaft sowie sich verschärfende Vorgaben und Regularien seitens des Gesetzgebers. Inwieweit KI helfen kann, die Ressourcen Wasser, Energie, Material im verarbeitenden Gewerbe effizient einzusetzen und Treibhausgase zu vermeiden, untersucht eine Studie vom Fraunhofer IPA und der Unternehmensberatung Deloitte Artificial Intelligence & Data.

Ihr Fokus liegt auf KMU, für die es besonders schwierig ist, die richtigen Ansatzpunkte für den Einsatz von KI zu identifizieren. Häufig fehlen Zeit und Personal, um sich einen Überblick über die Möglichkeiten von KI und den damit verbundenen Methoden und Technologien zu verschaffen. Auch das nötige Fachwissen zur Auswahl und Umsetzung von KI-Projekten im eigenen Betrieb ist häufig nicht vorhanden.

Da die Analyse großer Datenmengen sowie die einhergehende Ableitung möglicher Optimierungsmaßnahmen oft nur mit der Etablierung von Digitalisierungslösungen möglich ist, gilt die Digitalisierung bereits seit einiger Zeit als zentrales Instrument zur Verbesserung der Nachhaltigkeit von produzierenden Unternehmen. Die Studie zeigt deshalb nicht nur KI-Beispiele für die betriebliche Ressourceneffizienz auf, sondern bietet auch praktische Hilfestellungen bei der Umsetzung im eigenen Betrieb. Sie orientiert sich an folgenden Fragestellungen:

  • Welche Technologien und Methoden der anwendungsorientierten KI können KMU des verarbeitenden Gewerbes verwenden, um ihre betriebliche Ressourceneffizienz zu steigern?
  • Welche Potenziale betrieblicher Ressourceneffizienz erschließt KI bei KMU des verarbeitenden Gewerbes?
  • Welche Anwendungsszenarien sind am vielversprechendsten?
  • Welche Erfolgsfaktoren und Hemmnisse existieren für die systematische Anwendung?
  • Welche Umsetzungsbeispiele existieren für eine erfolgreiche Steigerung der betrieblichen Ressourceneffizienz in KMU durch den Einsatz schwacher KI?

Die im Auftrag des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) erstellte Studie wurde durch das VDI Zentrum Ressourceneffizienz (VDI ZRE) koordiniert und vom Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA gemeinsam mit Deloitte Artificial Intelligence & Data durchgeführt.

Quelle

Download der Studie Potenziale der schwachen Künstlichen Intelligenz für die betriebliche Ressourceneffizienz